BUNTSTIFTE – LAND

 

Das Dorf Keku in der Region Bale im Südosten Äthiopiens

 

Den Menschen trockenen, kargen Gebieten ein Überleben zu ermöglichen, ist das Ziel unserer Aktionen auf dem Land. Diese sind sehr vielfältig, zielen aber zuerst immer auf die Verbesserung der Ernährung und der Lebenssituation der Frauen. Deren Leidensdruck ist am größten, aber auch ihr Wille zur Entwicklung und ihr soziales Gewissen. Sie geben ihren Fortschritt an ihre Kinder und die Gemeinschaft weiter.

Um für die nächste Dürreperiode gewappnet zu sein, muss zuerst die Versorgung mit Wasser gesichert werden. Dazu werden unter Anleitung Äthiopischer Ingeneure Teiche oder Brunnen angelegt, die Dorfbewohner geschult, diese zu erhalten und die lokalen Behörden als Kooperationspartner eingebunden.

Um die Ernährung zu verbessern, werden dürrebeständige Pflanzen gesät und gesetzt und unter Anleitung gepflegt.

 

Zusätzlich organisieren wir Frauen nach ihrem Interesse in Gruppen:

  • Kamelmast
  • Ziegenzucht
  • Imkerei
  • Handel
  • Hühner

 

 

Rückblick 2014 - Aufbruch in Keku

 

10 Frauen wurden in Kamelmast und –zucht unterrichtet.

Kamele wurden gekauft, geimpft und den Frauen übergeben.

Nun präsentierten sie mir bereits die 2. Generation. Der Gewinn wurde in Nahrung und Häuser investiert. Das Leben im Dorf hat sich erheblich verändert.

Die Frauen, die sich noch vor einem Jahr scheu verborgen haben, haben mich diesmal mit einem fröhlichen Fest und Geschenken überrascht. Besonders erfreulich: Auch die Männer des Dorfes sind von den Projekten überzeugt und unterstützen die Frauen.

 

Vorschau 2015 – Wir haben noch viel zu tun

 

Gemeinsam mit den Frauen des Dorfes und den Ingeneuren habe ich die wirksamste Investition der Spendengelder sorgfältig diskutiert. Die Entscheidung der Frauen war dann klar: 20 Frauen werden an einem „Bienenprojekt“ teilnehmen.

 

Sie werden in Imkerei ausgebildet, mit der gesamten Grundausstattung versorgt und bis zur Honiggewinnung und –vermarktung betreut. Honig ist in dieser kargen Gegend besonders wertvoll, auch in der Vermarktung äußert gewinnbringend. Wichtig ist aber auch die Nützlichkeit der Bienen für die Pflanzen.

2500 Menschen werden direkt oder indirekt aus diesem Projekt gewinnen.

 

 

BUNTSTIFTE – STADT

Zeit der Ernte und mancher Neuerungen

 

Seit vier Jahren betreuen wir am Slum – Hügel Kotebe am Rand von Addis Abeba Frauen und ihre Kinder. Zu Beginn steht immer die Grundversorgung: Wohnung, Essen, Gesundheit.

Dann kommt jeweils die Schulbildung der Kinder und schließlich die Berufsausbildung der Frauen dazu.

Das Ziel ist die Selbständigkeit.

 

Dieses Ziel haben im letzten Jahr fünf Familien erreicht! Weitere dürften im Juni soweit sein. Wir konnten sie – teilweise mit abschließenden Investitionen - in eine selbständige Zukunft entlassen. Nach der gemeinsam erlebten Entwicklung von tiefster Armut und Verzweiflung hin zur Selbstbestimmung und Würde haben wir uns mit wenig Wehmut, etwas Rührung und viel Freude verabschiedet.

 

 

Unseren erfolgreichen Familien alles Gute zum Abschied!

 

 

Alle anderen Familien, die wir in den letzten Jahren aufgenommen haben, betreuen wir weiter. Die Patenfamilien bekommen dazu ausführliche Berichte.

 

Auf die freien Betreuungsplätze der entlassenen Familien warten viele andere. Daher bitte ich die Paten auch herzlichst um Fortsetzung ihrer Spenden! Der Umzug in ein neues Büro hat uns die Möglichkeit eröffnet, in einem größeren Gebiet zu arbeiten. In das Programm für die nächsten drei Jahre haben wir nun auch Waisenkinder und alleinstehende Frauen aufgenommen.  Eine spezielle Herausforderung stellt immer wieder die Bürokratie des Landes für uns dar.

 

Mein nächster Aufenthalt in Äthiopien ist für Anfang Juni 2015 geplant. Ich hoffe weitere Familien entlassen und neue hilfsbedürftige Kinder und Frauen aufnehmen zu können und die bürokratischen Aufgaben zu erfüllen.

 

Die Aktion „Buntstifte“ konnte bislang das Leben von fast 3000 Menschen zum Besseren wenden. In deren Namen bedanke ich mich von Herzen bei allen Spendern!

 

 

 

DANKE!

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© Christian Pernthaner