2013 - Wir starten durch!

 

 

Veronika Pernthner hat die Familien, die wir 2012 in unser Programm aufgenommen haben, besucht, kleine Geschenke mitgebracht und sich ausführlich mit ihnen unterhalten. Zwei Familien sind in andere Regionen Äthiopiens gezogen und konnten daher aus unserer Betreuung entlassen werden. Dafür wurden drei neue Familien aufgenommen.

 

Unsere Tätigkeit 2013

 

Wir haben…

  • die Wohnungssituation aller Familien je nach Ausgangslage verbessert oder stabilisiert. Die Sicherheit, vor der Obdachlosigkeit geschützt zu sein, hat sich als elementar für die Entwicklung der Menschen herausgestellt.
  • die Gesundheitsversorgung bei allen Familien durchgeführt.
  • den Familien ermöglicht, für ausreichende Ernährung zu sorgen.
  • alle schulpflichtigen Kinder eingeschult und die Schuluniformen und Unterrichtsmaterialien gekauft.
  • an den Wochenenden Nachhilfe in Englisch und Mathematik durchgeführt
  •  Kreativstunden mit Malutensilien angeboten.
  • unsere Bibliothek mit modernen englischen  Kinderbüchern, aber auch äthiopischen Lehrbüchern ausgestattet.
  •  unsere Bibliothek mit modernen, lehrreichen Spielen erweitert. Diese neuen Materialien haben einen Ansturm der Kinder in die Bibliothek und die Nachhilfestunden ausgelöst. So wurden die Öffnungszeiten erweitert.
  •  die Löhne unserer Angestellten um 20% erhöht.
  • die Miete für die Räumlichkeiten des BDAO (3 Büros für Direktor, Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sekretärin, Bibliothek, Klassenraum) bezahlt.
  • die neue Initiative „Buntstifte – Land“ gegründet.

 

Die Unterstützung und das Vertrauen darauf haben die Familien ermutigt und beflügelt. Durchwegs berichteten mir die Familien, dass sich ihr Leben im vergangenen Jahr völlig verändert habe. Durch die Behandlung ihrer Krankheiten konnten viele beginnen zu arbeiten. Dadurch und durch den Schulbesuch der Kinder stieg bereits im 1. Jahr das Vertrauen in ihre eigene Kraft. Für das kommende Jahr stehen nun zusätzlich Berufsausbildungen der Frauen im Mittelpunkt. Dafür haben wir gemeinsam Pläne entworfen.

 

Die Fortbildung unserer angestellten äthiopischen Lehrer mit neuen Kreativmaterialien war eine Aufgabe, der ich in den letzten Wochen gerne nachgekommen bin. Gespräche mit Behörden waren zu führen und sind positiv verlaufen. Mietverhandlungen mit dem Besitzer unserer Arbeitsräume wurden geführt und der Beschluss einer Verlegung gefasst, um uns nicht dem Mietwucher auszusetzen.

 

 

Einige Eindrücke aus unserer Bibliothek

 

 

 

Veronika Pernthaner hat eine neue Aktion eröffnet:

 

„Buntstifte – Land“

 

Einer der Hauptgründe für die Armut in Addis Abbeba liegt in der Hoffnungs- und Chancenlosigkeit der Frauen und der Bedrohung durch Dürre in den entfernten Landgebieten. Dadurch fliehen viele in die Hauptstadt, wo sie von der Not ins Elend geraten. Eine Rückkehr in ihre Familien ist meist nicht mehr möglich.

Daher setzen wir nun auch mit gezielten Projekten in entlegenen Landgebieten an:

 

 

Wir starten ein

 

 „Kamel - Projekt“

in der Oroma – Region Bale an der Grenze zu Somalia.

 

Diese Gegend ist manchen vielleicht noch aus den Berichten der Dürrekatastrophe vom Sommer 2011 in Erinnerung.

In dieser trockenen, heißen Gegend leben ca. 85 000 Menschen. Wir wollen durch einzelne Projekte Beispiele geben, wie sich die Menschen dort eine Lebensgrundlage schaffen können.

Das Pilotprojekt wurde vor 2 Jahren begonnen. Ich habe es 2012 besucht und privat unterstützt und konnte mich heuer bei einem 5-tägigen Aufenthalt vom fulminanten Erfolg überzeugen.

 

Bilder aus dem Pilotprojekt:

 

Nun starten wir in einem neuen Dorf: In Keku im Südosten Äthiopiens

 

Die Umsetzung ist so ausgeklügelt wie einfach:

Die Frauen eines Dorfes werden je nach Interesse in Gruppen eingeteilt:

  • Kamelmast
  • Ziegenzucht
  • Imkerei
  • Handel
  • Hühner

 

Sie werden im jeweiligen Fachgebiet unterrichtet, mit einer Erstlieferung von Tieren betraut und werden innerhalb eines Jahres in die Selbständigkeit geführt. Im Pilotprojekt hat sich das gesamte Dorf mit mehreren tausend Menschen entwickelt. Ein Gemeinschaftsbrunnen wurde gebaut, eine kleine Schule und – für die Tradition in diesem Gebiet eine Sensation: Die Männer unterstützen die Frauen! Der Ausfall einer Regenzeit wird diese Menschen nicht mehr lebensbedrohlich sein.

 

„Buntstifte Land“  konzentriert sich vorerst auf die Gruppe „Kamelmast“:

 

10 Frauen erhalten je ein Kamel und Futter und Unterricht in der Kamelhaltung.

Nach 3 Monaten fachkundigen Mästens verkauft sie unter Assistenz der betreuenden Organisation ihr Kamel am Markt und streift 70% Gewinn ein. Mit dem Gewinn wirtschaftet sie selbständig weiter. Ca 100 Familienmitglieder sind direkt und 2500 Menschen indirekt von der Aktion betroffen.


Je nach Spendensituation kann ich im Lauf des Jahres weitere Projekte zusagen. Die durchführende Organisation heißt „Agri Service Ethiopia“ und ist regierungsunabhängig.

Die angestellten Fachleute sind ausschließlich Äthiopier.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Christian Pernthaner